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Das Web macht dicht: Immer mehr Seiten sperren KI-Agenten aus
OpenAI, Meta und Google versprechen Agenten, die im Netz Tische reservieren, Postfächer aufräumen oder Schuhe kaufen. Laut einem Bericht von The Verge machen viele große Dienste dabei nicht mit.
Wer blockiert
- Yelp lässt nur Agenten zu, die für das Daten-Lizenzprogramm zahlen.
- Delta Air Lines verhindert, dass Agenten Tickets für Nutzer buchen.
- JPMorgan Chase und Charles Schwab sperren den Zugriff auf Konten aus Sicherheitsgründen.
- Amazon wirft Metas Assistenten Muse vor, mit dem „fortgesetzten Zugriff“ gegen die Seitenrichtlinien zu verstoßen. Berichte gibt es auch für Grok, OpenAI Dots und Instinct. Nutzer melden außerdem, dass Cars.com und Amtrak nicht mehr funktionieren. Das deutet auf stille Sperren hin.
Der Hintergrund
Amazon streitet seit dem Vorjahr mit Perplexity über dessen Shopping-Agenten. Ein Gericht ordnete zunächst einen Stopp an, ein Berufungsgericht hob das im August auf, und Amazon hat die Klage inzwischen angepasst. Perplexity argumentiert, Amazon wolle vor allem keine Agenten, weil dann weniger Menschen die Werbung sehen.
Meta geht einen anderen Weg und schließt Partnerschaften mit Händlern wie Walmart, Gap, Sephora und Best Buy. Auch Shopify öffnet seine Shops für Agenten.
Nicht jede Sperre ist ein Verbot
Viele Probleme entstehen durch Anti-Bot-Systeme, die gar nicht gegen Agenten gedacht sind. Chris Canal von EquiStamp sagt, diese Schutzmaßnahmen würden von Agenten ebenfalls ausgelöst. Es gibt Berichte über gesperrte Google-Konten bei Muse-Nutzung und Checkout-Probleme bei Walmart trotz Partnerschaft. Cloudflare blockiert zudem Crawler, die gleichzeitig für Suchindex und KI-Training scrapen.
Canals Fazit: Je mehr Seiten dichtmachen, desto weniger können Agenten, und das Netz wird für alle lästiger, weil überall Menschen-Checks auftauchen.
Quelle: Websites are closing their doors to AI agents (The Verge)