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Chester Wisniewski: KI zerstört die Grundlagen der offenen Wissenskultur

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Chester Wisniewski (Sophos) moniert, dass die KI-Debatte Umweltkosten, Cybersicherheit und Desinformation ausführlich behandelt — die Zerstörung der foundational openness jedoch übersieht. Vierzig Jahre Ringen um ein Gleichgewicht zwischen Software-Copyright und Offenheit (von Shareware über Copyleft bis GPL und CC-SA) seien durch generative LLMs über den Haufen geworfen worden.

Der gebrochene Gesellschaftsvertrag

  • LLMs konsumieren alles Online-Auffindbare ohne Rücksicht auf Copyright und Lizenzen.
  • Derivative Werke spiegeln die Lizenzbedingungen der Original-Ersteller oft nicht — und es fehlt bislang jede Neigung zu rechtlicher Durchsetzung.
  • Folgen: Der Anreiz, eigene Arbeit zu teilen, sinkt; gleichzeitig wächst das Misstrauen gegen Gefundenes — Slop-Code, verseuchte Bibliotheken, Datenausspäung oder fremde gestohlene Arbeit, die einen selbst zum Komplizen macht.

Ein Dilemma

Offengelegter Code erlaubt es KI-Angreifern, eigene Fehler automatisiert zu finden; geschlossener Code erschwert es aber auch dem Verteidiger. Ohne offene Software, so Wisniewskis Fazit, sähe das Internet heute wie AOL und CompuServe aus: teurer, oligopolistischer, karger. „The social contract has been broken."

Quelle: AI and the Destruction of the Creative Commons