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Eine Woche mit Codex statt Claude — erste Eindruecke
Ein Entwickler hat eine Woche lang OpenAIs Codex CLI intensiver genutzt als Claude Code und teilt seine persönlichen Eindrücke. Der Autor, Lucian Ghinda, arbeitet normalerweise hauptsächlich mit Claude Code und hat beide Tools versucht, auf einem ähnlichen Stand zu halten. Sein Bericht beleuchtet Unterschiede in Arbeitsweise, Geschwindigkeit und Code-Qualität zwischen den beiden KI-Coding-Agenten.
Vertrautheit zählt: Bei dringenden Debugging-Aufgaben griff der Autor instinktiv zu Claude, da die Bedienung vertrauter erschien — nicht weil Codex schlechter war, sondern aus Gewohnheit.
Weniger Kommentare im Code: Codex generierte in Ruby- und Rails-Projekten deutlich weniger Kommentare im Code, was der Autor positiv auffiel.
Kommunikationsstil: Codex wirkt technischer und sachlicher, während Claude sich eher wie ein Kollege in einer Pair-Programming-Session verhält.
Fokus statt Mega-Sessions: Der Autor möchte künftig mehrere fokussierte Codex-Sessions parallel laufen lassen, statt eine große Claude-Session zu nutzen.
Schneller, aber nicht effizienter: Codex arbeitete zwar schneller an den Hauptänderungen, brauchte aber länger für Tests und PR-Abschluss — die Gesamtzeit war vergleichbar.
Einfachere Architektur: Codex erzeugte schlankere Lösungen mit weniger Abstraktionen. Claudes Code war komplexer, deckte aber mehr Edge-Cases ab.
Schwächen bei Git-Workflows: Codex machte Fehler beim Rebasen von Branches und brauchte explizite Anweisungen, wohingegen Claude die Intention besser verstand.
MCP-Authentifizierung: Codex’ Ansatz mit
codex mcp loginwar dem Autor angenehmer als Claudes automatisierte Versuche, die manchmal hängen blieben.
Fazit: Der Kernunterschied lässt sich so zusammenfassen: Claude versucht, über das Geforderte hinauszugehen und zu erraten, was man noch brauchen könnte. Codex hingegen ist ein verlässlicher Begleiter, der genau das tut, was man sagt — aber auch an der ersten Stelle stoppt, an der es erledigt erscheint. Beide Ansätze haben ihre Stärken, je nach Arbeitsstil und Projektanforderungen.