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Pensieve - Lokaler Index spart Claude Code jeden zweiten Tool-Call
Coding-Agenten verbrennen viele Tokens mit Suchen: grep, glob, Datei lesen, das Ganze wieder von vorn. Pensieve von Ted Haley setzt hier an. Es ist ein lokaler Such-Index für Mac, der Dateien, Git-Repos und sogar alte Agenten-Sessions durchsuchbar macht, und zwar semantisch und wortgenau zugleich.
So funktioniert es
Für Menschen gibt es ein Glas-Panel per Control+Shift mit einer einfachen Suchsyntax: Anführungszeichen für exakte Treffer, Minus zum Ausschließen und Filter wie kind:code oder in:repo. Für Agenten läuft Pensieve als MCP-Server über stdio oder HTTP. Der Befehl pensieve integrate recommended verbindet Claude Code, Codex, Cursor, Gemini CLI, Windsurf und VS Code. Zusätzlich trägt er einen Block mit dem Motto “search before you grep” in die CLAUDE.md ein. Der Agent stellt dann eine einzige Frage und bekommt die passenden Stellen mit Datei und Zeilennummer zurück. Der Index aktualisiert sich live, auch bei uncommitteten Änderungen und für jeden Worktree.
Benchmark mit Claude Sonnet
- 72 zurückgehaltene Aufgaben in vier echten Repos mit 504 bis 34.847 Dateien
- 43 % weniger Tool-Calls pro Suche (2,0 statt 3,4)
- 18 % günstiger und 21 % schneller pro Suche
- Richtige Datei gefunden in 131 von 144 Läufen, mit grep allein in 123 von 144
- Bei exakten Fehlermeldungen gewinnt grep, bei Beschreibungen und Fragen klar Pensieve
Lokal und offen
Indexierung und Suche laufen komplett lokal. Optionale KI-Zusammenfassungen kommen vom eingebauten Qwen 3.5 9B oder von LM Studio, alternativ (als Cloud gekennzeichnet) von Claude oder Codex. Dazu gibt es Analysen auf Basis von git blame: Wer kennt welchen Code, und wo droht Wissen verloren zu gehen? Pensieve steht unter MIT-Lizenz, die App selbst setzt Apple Silicon voraus.