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Pi vollzieht MCP-Kehrtwende und bringt Codemode in den Kern
Das Team hinter Pi, Mario Zechners Agent-CLI, hat MCP öffentlich wiederholt abgelehnt, auf pi.dev stand lange ein stolzes “Pi unterstützt kein MCP”. Jetzt der Kehrtwende: MCP ist Teil des Kerns geworden. Die Begründung ist weniger ein Rückzug als eine Neuinterpretation.
Zwei Dinge haben sich nach Angaben der Earendil-Ingenieure geändert. Erstens hat sich MCP selbst weiterentwickelt. Zweitens brauchen Pi und MCP dasselbe: einen Interpreter als Sandbox. Das Ergebnis heißt Codemode, ein JavaScript-Sandbox auf der Harness-Seite, der Tool-Aufrufe orchestriert und kombiniert. Sein State liegt im Session-Transkript statt im Dateisystem, kleine JS-Engines lassen sich als WASM ausliefern. Damit bleibt der Kontext des eigentlichen LLM frei.
Kritisch bleiben für das Team die MCP-Server selbst: Viele seien für Harnesses gebaut, die Tools einfach in den Kontext kippen und für Token-Effizienz Text zurückgeben. Pis Vision: MCP sollte eher OpenAPI mit intelligenter Tool-Discovery gleichen, strukturierte Daten liefern und per Dokumentation auffindbar sein.
Das beeindruckendste Beispiel aus dem Post: Ein Prompt lässt Pi via Linear-MCP alle offenen Issues ziehen und den Jev-Klassifiker den emotionalen Ton jedes Threads bewerten. Ergebnis: 156 von 167 Issues neutral, 11 mild frustriert, keine hoch. Codemode komponiert beide Tools, ohne den Agent-Kontext zu belasten. Pi setzt damit zugleich auf neue Modellfähigkeiten wie Deferred Tool Loading und Reasoning-Level-Wechsel.
Link: earendil.com