Tools

2.000 Agents schreiben sich selbst neu - Prime Agent jetzt in Rust

prime-intellect coding-agents rust multi-agent glm

Der Agent portiert sich selbst

Prime Intellect hat seinen Coding-Agent Prime Agent (seit August über 300.000 Downloads) komplett von TypeScript nach Rust portiert – und zwar weitgehend durch den Agenten selbst. Über zwei Wochen koordinierte er einen Schwarm von rund 2.200 Agents in mehr als 10.000 Sandboxes und verbrauchte dabei knapp 229 Milliarden Tokens über den GLM-5.3-Endpoint von Prime Inference.

Warum Rust

TypeScript war schnell zum Ausliefern, aber Typen verschwinden zur Laufzeit, Fehler fliegen als ungeprüfte Exceptions und rechenintensives Rendering konkurriert mit Tastatureingaben auf einem Event-Loop. Rust bringt native Performance ohne Garbage Collector, compilergepruefte Nebenläufigkeit und strenge Lints – praktisch, wenn Agents den Großteil des Codes schreiben. Nebeneffekte: Windows-Support und isolierte Session-Crashes.

So lief die Orchestrierung

Ein Root-Agent schrieb selbst keinen Code, sondern verteilte topologisch sortierte Aufgaben. Jede Aufgabe durchlief vier Rollen:

  • Planner: Spezifikation plus Paritaets-Check
  • Implementer: Rust-Code im eigenen Worktree
  • Reviewer: adversarial, mit anderem Modell und frischem Kontext
  • Verifier: Build und Tests in einer frischen Sandbox

Differenzielle Tests verglichen TUI-Frames, Session-Transkripte und Protokollnachrichten beider Versionen. Die menschliche Arbeit bestand vor allem darin, diese Verifikation aufzusetzen – ein spannendes Muster für alle, die selbst größere Migrationen mit Agents planen.

Quelle: Prime Intellect Blog